Heimbeatmung

Heimbeatmung - was ist das?

  • Künstliche Beatmung mit einem Beatmungsgerät außerhalb des Krankenhauses
  • Intermittierend oder ganztägig
  • nichtinvasiv oder invasiv (via Maske oder Trachealkanüle)

Vorteile einer Heimbeatmung

  • Steigerung der Lebensqualität durch häusliche und vertraute Umgebung
  • Stabilisierung und häufig Verbesserung des Allgemeinzustandes der Betroffenen
  • Minimierung von Nosokomial – Infektionen (im Krankenhaus erworbene Infektionen)
  • größtmögliche Mobilität und damit die Möglichkeit der Teilnahme am sozialen Leben
  • vorhandene Ressourcen können sich optimal entfalten

Voraussetzungen für eine Heimbeatmung

Eine erfolgreiche Heimbeatmung hängt von vielen praktischen Aspekten ab und erfordert eine intensive, multidisziplinäre Zusammenarbeit weit über den medizinischen Bereich hinaus.

  • Grundvoraussetzung ist die physische Stabilität des Patienten und eine erfolgreiche Adaption des Patienten an ein Heimbeatmungsgerät
  • Die notwendige pflegerische, soziale und medizinische Unterstützung ist vor der endgültigen Entlassung zusammen mit den Angehörigen, dem Sozialdienst, dem Pflegedienst und den zuständigen Hausärzten evaluiert und organisiert worden.
  • Die Kostenübernahme durch die Krankenkasse (Behandlungspflege / Hilfsmittel) ist beantragt bzw. erfolgt

Geschichte der Heimbeatmung

In den zwanziger Jahren, während der Poliomyelitis-Epidemie (Kinderlähmung) in den USA, schuf Philip Drinker die erste „eiserne Lunge“. Sie besteht aus einer Metallkammer, die den Körper des Erkrankten bis zum Hals einschließt. Der Thorax wird während der Inspiration einem subatmosphärischen Druck (meist wird das Wort negativer Druck gebraucht) ausgesetzt. Die Exspiration erfolgt entweder passiv, oder die Lungen werden in der Ausatmungsphase durch Gabe von Überdruck zusammengepresst.

Diese Form der Beatmung war durch die Größe und den Geräuschpegel der Geräte schwer zu handhaben. Dennoch ermöglichte und sicherte sie vielen Patienten, deren Atemmuskulatur durch die Polio-Infektion geschwächt war, das Überleben.

In den fünfziger Jahren verbreitete sich dann auch eine Poliomyelitis-Epidemie in Europa, und die bis dahin immer weiter entwickelte Positivdruckbeatmung, bei der mit Hilfe einer Maschine Atemluft in die Lunge gedrückt wurde, verbesserte die Überlebenschancen bei schwer Erkrankten erheblich. In den letzten 10-15 Jahren ist die Entwicklung im Bereich der Heimbeatmungsgeräte rasant vorangeschritten. Hatten die modernsten Heimbeatmungsgeräte Anfang der 90-er Jahre etwa die Größe einer Mikrowelle mit einem Gewicht von circa 12 kg, wiegen die meisten Heimbeatmungsgeräte  heute – bei verbessertem Komfort für Erkrankte und Anwender- nur noch etwa 3 kg.

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